Singt der Vogel, ruft er oder schlägt er? (Leinen)

Handwörterbuch der Vogellaute, Die Lautäußerungen der Vögel - Bestandsaufnahme eines aussterbenden Wortschatzes, Naturkunden 33
ISBN/EAN: 9783957573933
Sprache: Deutsch
Umfang: 224 S., 91 Illustr., durchgehend farbige Abbildung
Format (T/L/B): 1.6 x 18.4 x 12.5 cm
Einband: Leinen
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Welcher Vogel knippt oder zippt? Welcher zetscht oder schäckert? Und welcher murxt? Wie kaum eine andere Sprache besitzt das Deutsche einen ungeheuren Reichtum an Ausdrücken für die lautmalerischen Entsprechungen von Vogelrufen und -gesängen. Doch wie die wirkliche Vogelwelt ist auch ihre sprachliche Entsprechung in ihrer Vielfalt gefährdet. Peter Krauss versammelt nun in diesem umfassenden Wörterbuch einen im Verschwinden begriffenen Wortschatz. Reich bebildert ist es ein einzigartiges Handbuch der Rezeption lautlicher Vogeläußerungen und ihrer Übersetzung in die Sprache der Menschen. Es ist damit Archiv und Fundgrube in einem, in dem mehr als 300 Lautäußerungen von mehr als 100 Vögeln versammelt sind. Die Quellenangaben, Etymologien, Zitate aus der Literatur, die gebräuchlichsten Schallwörter, Notenbilder und viele Anekdoten sind ein schier unerschöpflicher Fundus für Naturfreunde jeden Alters, für Ornithologen und Linguisten, Übersetzer und für Vogelstimmenimitatoren, für Jäger und - leider auch - Vogelfänger.
Peter Krauss, geb. 1942 in Bad Cannstatt bei Stuttgart. Studium der Germanistik, Romanistik und der Chinesischen Sprache an verschiedenen europäischen Universitäten, dreißig Jahre lang eingeschriebener Student. Promoviert zwei Mal im Fache Germanistik (1973 über Charles Sealsfield-Postl, 1993 über E. von Keyserling). Ab 1970 französischer Staatsbürger, zum großen Leid seiner Zwillingsbruders. In den ersten Jahren begeisterter Deutschlehrer an konfessionellen und staatlichen Schulen bis zu seiner Pensionierung. Übersetzer u.a. von Keyserling (Actes Sud). Verfasser von Artikeln über Sprache, Schrift und Literatur (Spezialgebiete: Tier- und Pflanzennamen, Sprachvergleiche, deutsche Kurrent-Kalligraphie) und einer zweisprachigen Erzählung (HassLiebe- AmourHaine), in der er sich gegen das in Frankreich so verbreitete Wildern auflehnt. Jahrelang Pianist in kleinen Jazzbands. Lebt seit über fünfzig Jahren in von ihm renovierten alten Gemäuern im Zentralmassiv und im Süden Frankreichs in der Nähe einer der wichtigsten europäischen Vogelbeobachtungsstationen La Tour du Valat in der Camargue. Versucht seit Jahren die Franzosen davon zu überzeugen, dass es in Deutschland auch guten Wein gibt. Also kein Kostverächter. Geschieden, zwei Kinder, glücklich wiederverheiratet.